Geschichte der Insel Burgaz

    
Von den in der Nähe von Istanbul im Marmarameer liegenden Inseln ist Burgaz die drittgrößte. Sie hat eine rundliche Form und ist ungefähr 2 km gross. Kaþýk Adasý (Löffelinsel) liegt im Norden und ist von Burgaz nur etwa 200m entfernt. Im Norden trennt eine kanalartige Meerenge von 600 - 700 m Breite Burgaz von der Nachbarinsel Heybeli. Somit ist vor Burgaz ein. schützender Hafen entstanden, weshalb in früherer Zeit der Name der Insel Burgaz "Panoramos" war, was "sicherer Hafen" bedeutet, Der Historiker Hammer meint jedoch, dass der Name von der damals hier befindlichen Burg abzuleiten ist, die im Namen des Vaters von Dimitrios Poliorkitis erbaut wurde. Der Name "Panormum kastrum" bedeutet "Schloss der Insel Panormos" An der Nordtür jener Burg befand sich die Statue einer zweiköpfigen Frau, die der Perser Hüsrev bei seinem Angriff auf Byzanz nach Persien mitnahm. Die Überbleibsel der Burg liegen heute unter der Aya Yorgi Kirche. Der spätere Name der Insel Burgaz "Antigoni" erinnert an den berühmten General Antigohos aus dem Heer Alexander d. Gr. Sein Sohn Demetrios Poliarkitis kam im Jahre 298 v. Chr. in das Gebiet des Marmarameeres. Er hatte das Ziel, sich die Meerengen zu sichern, die Weltherrschaft anzutreten und mit dem Trakier Lisimalos und dem Makedonier Kasandros Krieg zu beginnen. Um seinen Vater unsterblich zu machen, gab er der Insel seinen Namen. Nach Eroberung durch die Türken wurde der Name "Burgaz" gewählt, eine sprachliche Abschleifung des Wortes "Kale Burcu" = Burgturm = Pyrgos in griechischer Sprache, Im Marinebuch " des Piri Reis wird er eben falls erwähnt, In osmanischen Zeiten war Burgaz wie auch die anderen Inseln ein Lehen des Marinegenerals. Als Evliya Çelebi im Jahre 1641 nach Bursa reiste und dabei kurz die Inseln besuchte, stand die Kleine viereckige Festung, die Burgaz den Namen gegeben hatte, immer hoch am Ufer des Meeres auf den kahlen Felsen. Über die Rolle, die diese Festung wahrend der Eroberung Ýstanbuls spielte, sollte man wissen, dass zu der Zeit ein Befehlshaber, ein Befürworter von Verboten, den Staat auf den Inseln vertrat. Nach Aufzeichnungen reisender Ausländer wurde Burgaz wie auch die anderen Inseln im 19. Jahrhundert von hier lebenden Griechen und anderen Aus Ländern als Sommer Aufenthalt benutzt. Damals wurden ausserdem hier heimlich Alkohol trinkende Leute bemerkt.

Wenn man sich der Insel mit dem Dampfer nähert, kann man das grosse Aya yorgi Kloster von der Frontseite her sehen. Dieses Kloster bietet eine sehr schöne Ansicht und ist eine Gründung des berühmten Megaspilon - Klosters auf dem Peleponnes. (Griehnland.) Die Zusammengehörigkeit wird von einem Vertreter des Zentrumsobersten aufrecht erhalten. Heute ist auf den Prinzeninseln kein Mönchsorden mehr zu finden. Das schöne Kloster auf der Insel Heybeli ist in eine Schule umgewandelt worden, die den hier lebenden Griechen gehört. Die Schulen auf den anderen Inseln sind entweder den Klöstern in Griechenland oder in Sina angeschlossene Gründungen geworden. Die meisten Gebäude dienen heute bescheidenen Bürgern als Wohnung. Der Boden wird jedoch unter Kontrolle von Geistlichen verwaltet. Auf dem Gipfel der Pyramiden form der Insel Burgaz gab es, wie auf der Nachbarinsel kýnalý, ein grosses Kloster, das sein Aussehen sehr verändert hatte. Dieses Klöster wurde bei der Eroberung Ýstanbuls zerstört. Später wurde von einem alten Helden, der sich nach dem griechischen Unabhängigkeitskrieg auf die Insel zurückgezogen hatte, mit Tüchtigkeit und Fleiss aus den imposanten Überbleibseln an der gleichen Stelle ein kleines, stilloses Gotteshaus errichtet. Einer der wichtigsten Begründer des Rufes von Burgaz war der unter dem Namen "Beichtvater" bekannte Patriarch Methodios. Während der Zeit der "Ikonoklast Imperatoren" hatte er unbeschreibliche Folter erlitten und wurde deshalb von der griechischen Kirche in den Stand eines Märtyrers erhoben. Methodios wurde auf Sicilien als Kind einer adeligen Familie in Syrakus geboren. Die grossen Familien wünschten alle, Eingang in den Palast zu finden, und so kam auch die Familie des Methodios mit einem Strom von Menschen nach Konstantinopel. Hier begegnete Methodios einem religiösen Mann der ihm davon überzeugte, sein gesamtes Vermögen den Armen zu übereignen und in ein Kloster einzutreten. Methodios hatte am Anfang der Herrschaft des Bilder anbetenden Armeniers Leon, eines gnadenlosen Feindes, entsetzliche Grausamkeiten zu erdulden und zog sich hach Italien zurück. Nach der Thronbesteigung von Michael wurden die in Verbannung lebenden Geistlichen und auch der "Beichtvater" zurückgerufen Zu der Zeit kehrte Methodios mit einem Brief des neuen Papstes Basileus zurück. In kurzer Zeit wurde klar, dass Michail trotz aller Eide in seiner fanatischen Bilderanbetung wie sein Vorgänger, fortfuhr. Michail nahm den Brief des Papstes an, setzte ihn jedoch herab. Der gefangengenommene Methodios wurde zu 700 Peitschenhieben verurteilt, und auch seine Anhänger wurden in furchtbarster Weise gefoltert. Im Todes Kampf wurde er nach Burgaz gebracht. Er wurde in einem kleinen Keller, der früher als Grab gedient hatte, eingeschlossen, mit ihm zusammen 2 Räuber als Mitinsassen. Der Überlieferung zufolge soll er in dieser winzigen Hölle noch 7 Jahre gelebt haben, was schwer zu glauben ist. Eine glaubhafte Geschichte berichtet, dass das Öl für die wenig Licht gebende Lampe der beschriebenen Unterkunft von einem armen Fischer gebracht wurde. Später nahm die Stelle Michails dessen Sohn Theophilos ein. Die unverständlichen Teile der von ihm gelesenen Bücher lernte er durch das Buch des Methodius verstehen, welches er in den Palast kommen liess. Er wurde davon derartig beeindruckt, dass er das Buch behielt. Nach Theophilos Tod wird sein Sohn Michail von der Stellvertreterin Theodora zum Patriarchen ernannt. Als er im Mai 846 starb, gab es in der griechischen Kirche keinen Heiligen, dem mehr Ehrfurcht erwiesen wurde. Die einzige Erinnerung an den HL. Methodios ist die Kleine Kirche Johannes des Täufers (Joannis Podromos) auf Burgaz. Bei dem Erdbeben am 10 Juni 1894 das besonders auf den Inseln großen Schaden anrichtete, wurde sie bis zur gebrauchsunfähigen Ruine zerstört. Die 1896 erbaute neue Kirche wurde genau über dem Gefängnis, in dem Methodios 7 Jahre verbracht hatte, errichtet, man steigt heute in das unterirdische Verlies des Methodios über 11 Stufen hinunter. Es hat die Grösse von 3,5 x 1,75 m. Darüber liegt ein aus Steinen erbautes Zimmer, von wo aus durch ein Loch die Nahrung hach unten geworfen wurde. ýr.

Eines der ersten Sanatorien der Türkei wurde 1928 auf Burgaz gegründet. Bis zum Jahre 1953 gab es auf Burgaz keine Moschee. 1953, zum 500. Jahrestag der Eroberung wurde von der Stadtverwaltung ein Grundstück zur Errichtung einer Kleinen Moschee zur Verfügung gestellt. Einer der ersten privaten Tierparks der Türkei bestand auf Burgaz bis 1981

Ana Sayfa | Ada Tarihi | Gezilecek Yerler | Adada Hayat
Ulaþým | Yiyecek / Ýçecek | Emlak | Gazete | Forum
Ziyaretçi Defteri | Fotoðraf Albümü